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AP 14-17: Fragen & Antworten

Agrarpolitik

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Agrarpolitik 14-17: Sie fragen – wir antworten

Die neue Agrarpolitik ist seit Jahresbeginn in der Umsetzung. Trotz gezielten Informationen sind viele Fragen noch offen und erfordern ergänzende Erklärungen. Der St. Galler Bauernverband publiziert hier laufend zu den wichtigsten Fragen die entsprechenden Antworten.

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Finden Sie keine Antwort? Teilen Sie uns Ihre Frage mit: lukas.kessler(at)bauern-sg.ch

Für die Beantwortung nehmen wir bei Bedarf Rücksprache mit dem Landwirtschaftsamt. Trotzdem können wir für die Richtigkeit keine Haftung übernehmen. Bei Unklarheiten melden Sie sich bitte telefonisch bei uns oder beim Landwirtschaftsamt SG (058 229 34 27).

Eine Auflistung aller Beiträge des neuen Direktzahlungssystems, einen Beitragsrechner und weitere Informationen finden Sie unter: www.focus-appa.ch
Schnellsuche

Allgemeine Fragen zur AP 14-17

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  • Wo kann ich nachschauen, wie viele Direktzahlungen ich erhalte?

    Ab Mitte Jahr kann die Höhe der Direktzahlungen im Kanton St. Gallen im Agriportal (http://www.agriportal.sg.ch/) abgerufen werden. Für die Anmeldung kann der Benutzername, das Passwort und die Codeliste verwendet werden, die im April vom Landwirtschaftsamt für die Strukturdatenerhebung versendet wurde. Nach dem Login im Menü auf Beitragsdaten drucken klicken und im Untermenü auf Direktzahlungen. Damit öffnet sich ein pdf-Dokument in dem die Beiträge für das aktuelle Jahr berechnet sind.
  • Ich suche eine Übersicht zu den Direktzahlungen der AP 14-17. Gibt es das?

    Das Bundesamt für Landwirtschaft hat eine Übersicht zu den Direktzahlungen erstellt, welche die Beiträge und die wichtigsten Anforderungen dazu enthält:

    Übersicht Direktzahlungen für Ganzjahresbetriebe

    Übersicht Direktzahlungen für Sömmerungsbetriebe
  • Wo finde ich die Verordnungen und die Weisungen zur AP 14-17?

    Das Bundesamt für Landwirtschaft hat am 5. März endlich die Erläuterungen und Weisungen zur Direktzahlungsverordnung und zur Landwirtschaftlichen Begriffsverordnung veröffentlicht. Diese können unter http://www.blw.admin.ch/themen/00006/index.html?lang=de in der rechten Spalte unter «Rechtliche Grundlagen 2014» heruntergeladen werden.

    Darin sind die Ausführungsbestimmungen zur AP 14-17 ausführlich beschrieben. Entsprechend umfangreich sind die Dokumente. Bei Fragen können Sie sich gerne an uns oder ans Landwirtschaftsamt direkt wenden.
  • Welche Möglichkeiten habe ich, mit dem Nachbarbetrieb beim ökologischen Ausgleich zusammen zu arbeiten?

    Sie können mit dem Nachbarn eine Gemeinschaft beim Ökologischen Leistungsnachweis (ÖLN-Gemeinschaft) erstellen. Dies ist mit einem oder mehreren Nachbarn möglich und Sie können den gesamten ÖLN oder nur Teile des ÖLN gemeinschaftlich erfüllen. So können Sie beispielsweise den Mindestanteil an Biodiversitätsförderflächen von 7 bzw. 3.5% gemeinsam erfüllen und diesen damit über die Betriebsgrenzen hinaus optimal platzieren. Eine ÖLN-Gemeinschaft muss vom kantonalen Landwirtschaftsamt genehmigt werden. Die Regelungen zur ÖLN-Gemeinschaft finden Sie in Opens external link in new windowArt. 22 der Direktzahlungsverordnung. Bei Fragen gibt das Landwirtschaftsamt gerne Auskunft.
  • Gilt die Limite von 7% ökologischer Ausgleichsfläche pro Betrieb immer noch?

    Der Mindestanteil von 7% Biodiversitätsförderflächen (bisher ökologische Ausgleichsfläche genannt) an der landwirtschaftlichen Nutzfläche gilt weiterhin. Bei Spezialkulturen sind es wie bisher 3.5% statt 7%.
  • Für die Erreichung der IP-Suisse Kriterien musste ich eine gewisse Anzahl von Punkten erreichen. Haben diese Punkte auch einen Einfluss auf die neuen Direktzahlungsprogramme der AP 2014-17?

    IP-Suisse ist eine privat-rechtliche Labelorganisation und die Biodiversitätspunkte der IP-Suisse sind ein Teil der Label-Anforderungen. Diese sind nicht vom Gesetzgeber definiert und haben auch keine Auswirkungen auf die Direktzahlungen. Die Massnahmen sind aber zum Teil identisch mit gewissen Anforderungen der Direktzahlungsverordnung.
  • Gibt es Änderungen bei der Ausbildungsanforderung zum Erhalt von Direktzahlungen?

    Neu ist der Ehepartner oder die Ehepartnerin ohne landwirtschaftliche Ausbildung direktzahlungsberechtigt, wenn beim Erreichen der Altersgrenze des bisherigen Bewirtschafter bzw. der bisherigen Bewirtschafterin der Betrieb an diesen/diese übergeben wird. Voraussetzung ist, dass der Ehepartner oder die Ehepartnerin vor der Übernahme während mindestens 10 Jahren auf dem Betrieb mitgearbeitet hat.

    Ebenfalls neu gilt die Direktzahlungsberechtigung erst nach abgeschlossener landwirtschaftlicher Weiterbildung, nicht wie bisher bei Beginn der Weiterbildung.

    Besitzstandwahrung
    Wie bisher gibt es bei der Ausbildungsanforderung eine Besitzstandwahrung für den Erhalt von Direktzahlungen: Für Bewirtschafter und Bewirtschafterinnen, die von 2007 bis 2013 während mindestens 3 Jahren Direktzahlungen erhalten haben, gilt die Ausbildungsanforderung als erfüllt.

  • Wie kann ich mich für die neuen freiwilligen Programme anmelden?

    Folgende neuen freiwilligen Programme können ab dem Jahr 2014 angemeldet werden:

    - Graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion
    - Ressourceneffizienzbeiträge
    - Landschaftsqualitätsbeiträge

    Diese Programme Ende August bei der Anmeldung der Direktzahlungen für das Folgejahr angemeldet werden. Das Landwirtschaftsamt schreibt dazu alle Landwirtschaftsbetriebe an und fordert dazu auf, die Anmeldung über das geoportal zu tätigen.

    Für die Landschaftsqualitätsbeiträge muss eine Trägerschaft gegründet werden, die ein Projekt mit spezifischen Massnahmen ausarbeitet. Die Trägerschaft informiert die Landwirtinnen und Landwirte in der Region des Projektes über das Anmeldeverfahren. Für weitere Informationen steht das Landwirtschaftsamt zur Verfügung.
  • Wo finde ich einen Beitragsrechner für die Direktzahlungen?

    Agridea hat einen Beitragsrechner erstellt. Dieser heisst Dirzahl und kann unter Opens external link in new windowhttp://www.focus-appa.ch/tools heruntergeladen werden.
  • Wann werden die Direktzahlungen an die Bauern ausbezahlt?

    Die Hälfte der Beiträge wird jeweils Mitte Jahr ausbezahlt, bis am 10. November erfolgt eine weitere Tranche und bis am 20. Dezember die Restzahlung mit einer detaillierten Abrechnung und der Möglichkeit, Einsprache zu machen.

Versorgungssicherheitsbeiträge

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  • Kann ich mit dem Umbruch von Naturwiesen den Mindesttierbesatz umgehen?

    Die Weisungen zum Art. 50 Versorgungssicherheitsbeitrag in der Direktzahlungsverordnung (DZV) beantworten diese Frage präzise:
    Die Wiesenfläche, die nicht in eine geregelte Fruchtfolge einbezogen ist (Art. 16 DZV), gilt als Dauergrünfläche, für die der Mindesttierbesatz anzuwenden ist. Wenn eine Wiese umgebrochen und direkt neu angesät wird, oder wenn die Wiese in einem anderen Verfahren direkt neu angesät wird, handelt es sich um eine Wiesenerneuerung, welche nicht Gegenstand der Fruchtfolge ist. Dasselbe gilt für Dauerwiesen, die erneuert werden. Diese Flächen gelten nicht als Kunstwiesen.
  • Welche Periode gilt für die Berechnung des Mindesttierbesatzes?

    Für die Berechnung des Mindesttierbesatzes werden die Flächen des Beitragsjahres (aktuelles Jahr) verwendet, die am Stichtag auf dem Betrieb vorhanden sind.

    Für den Tierbestand gilt eine Übergangsregelung für das Jahr 2014:
    Regelung Jahr 2014: Für die Berechnung des Mindesttierbesatzes wird der Durchschnittsbestand der Raufutterverzehrer vom 01.05.2013 bis am 30.04.2014 verwendet.

    Regelung ab 2015: Es wird der Durchschnittsbestand der im Vorjahr (Kalenderjahr) gehaltenen Raufutterverzehrer für die Berechnung verwendet. Für das Beitragsjahr 2015 gilt somit die Periode vom 01.01.2014 bis am 31.12.2014

    Ausnahme: Verändert der Bewirtschafter oder die Bewirtschafterin den Bestand bis zum 1. Mai des Beitragsjahres wesentlich, so erhöht oder reduziert der Kanton den Bestand auf den im Beitragsjahr effektiv gehaltenen Bestand. Eine wesentliche Veränderung liegt vor, wenn der Bestand innerhalb einer Kategorie neu aufgenommen, aufgegeben oder um mehr als 50 Prozent erhöht oder reduziert wird.
  • Die Flächen im Berggebiet sollen durch einen weiteren Beitrag abgegolten werden. Welche Regelung gilt dort?

    Zusätzlich zum Basisbeitrag Versorgungssicherheit wird für die Flächen in den Hügel- und Bergzonen ein abgestufter Produktionserschwernisbeitrag Versorgungssicherheit von je nach Zone 240-360 Franken pro Hektare ausbezahlt. Dieser Beitrag wird wie der Basisbeitrag nur für Flächen ausgerichtet, welche der Produktion von Nahrungsmittel dienen.
  • Ich erreiche den Mindesttierbesatz nicht. Kann ich dies mit einer Gemeinschaftsform umgehen?

    Ein Betrieb mit Dauergrünland, der keine Raufutterverzehrer hat, erhält auf diesem Dauergrünland mit der AP 14-17 keine Versorgungssicherheitsbeiträge, weil er den Mindesttierbesatz nicht erfüllt. Erfüllt der Betrieb den Mindesttierbesatz nur teilweise, so werden die Versorgungssicherheitsbeiträge anteilmässig berechnet.

    Bei einer Betriebsgemeinschaft wird Tierbestand und damit auch der Mindesttierbesatz über beide Betriebe gerechnet. Mit dieser Zusammenarbeitsform kann ein Betrieb ohne Raufutterverzehrer den Mindesttierbesatz beim Zusammenschluss mit einem Viehbetrieb erfüllen, weil der Mindesttierbesatz über die Betriebsgemeinschaft gerechnet wird.

    Nicht möglich ist dies mit einer Betriebszweiggemeinschaft (früher Tierhaltergemeinschaft) oder einer ÖLN-Gemeinschaft. Bei diesen Gemeinschaftsformen wird der Tierbestand demjenigen Betrieb angerechnet, der die Tiere effektiv hält. Eine Umgehung des Mindesttierbesatzes ist mit diesen Gemeinschaftsformen nicht erlaubt.
    Ebenfalls nicht erlaubt ist eine rein virtuelle „Umstellung“ der Tiere auf der TVD zum Erreichen des Mindesttierbesatzes. Dies führt zu einer Rückforderung der Beiträge verbunden mit einer Kürzung der Direktzahlungen.

    Eine Möglichkeit kann die Sömmerung von Raufutterverzehrern sein. Das heisst, der viehlose Betrieb hält im Sommer Raufutterverzehrer auf seinem Betrieb. Im Sommer muss er keine Stallungen haben. Er muss jedoch die Tierschutzvorschriften erfüllen, wie Schattenangebot, Insektenschutz, etc.
  • Für welche Flächen wird ein Versorgungssicherheitsbeitrag ausbezahlt und ist er abgestuft?

    Der Versorgungssicherheitsbeitrag wird für landwirtschaftliche Nutzflächen ausgerichtet, die zur Aufrechterhaltung der Kapazität der Produktion von Nahrungsmitteln dienen. So erhalten zum Beispiel Flächen mit Chinaschilf oder Christbaumkulturen keinen Versorgungssicherheitsbeitrag und auf dem Dauergrünland ist ein Mindesttierbesatz erforderlich. Der Basisbeitrag beträgt in allen Zonen 900 Franken pro Hektare. Für Biodiversitätsflächen wie Streueflächen, extensive Wiesen und Weiden, Buntbrachen, Uferwiesen und Waldweiden beträgt der Basisbeitrag 450 Fr. pro Hektare.
    In den Hügel- und Bergzonen kommt ein Produktionserschwernisbeitrag dazu, der nach Zonen abgestuft ist.
  • Wieso wird zum Bezug der Versorgungssicherheitsbeiträge ein Mindesttierbesatz verlangt und was versteht man darunter?

    Mit der Auflage, dass eine gewisse Anzahl Tiere auf der landwirtschaftlichen Nutzfläche gehalten werden, wird sichergestellt, dass die Flächen effektiv auch zur Produktion genutzt werden. Der Mindesttierbesatz gilt jedoch nicht für die Ackerflächen, sondern nur für die Dauergrünflächen. Für die Biodiversitätsförderflächen (bisher ökologische Ausgleichsflächen genannt) sind lediglich 30% des normalen Mindesttierbesatzes notwendig. Für die Berechnung des Mindesttierbesatzes werden nur raufutterverzehrende Tiere berücksichtigt. Schweine und Geflügel zählen somit nicht zum Mindesttierbesatz.

    In der Talzone beträgt der Mindesttierbesatz 1.0 RGVE pro ha, in der Hügelzone 0.8 RGVE, in der Bergzone l 0.7 RGVE, in der Bergzone ll 0.6 RGVE, in der Bergzone lll 0.5 RGVE und in der Bergzone lV 0.4 RGVE.

    Wird der Mindesttierbesatz nicht erreicht, wird der Versorgungssicherheitsbeitrag für die Dauergrünfläche anteilmässig festgelegt. Das heisst, wenn der Mindesttierbesatz auf dem Betrieb 10 Raufutterverzehrer-Grossvieheinheiten (RGVE) beträgt und effektiv auf dem Betrieb nur 9 RGVE gehalten werden, so wird 90% des Versorgungssicherheitsbeitrages für das Dauergrünland ausbezahlt.

Kulturlandschaftsbeiträge

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  • Werden Alpungsbeiträge für im Fürstentum Lichtenstein gesömmerte Tiere ausbezahlt?

    Das Bundesamt für Landwirtschaft verhandelt zurzeit mit dem Fürstentum Lichtenstein, ob für im Fürstentum gesömmerte Tiere auch Alpungsbeiträge ausgerichtet werden. Für das Jahr 2014 werden sehr wahrscheinlich noch keine Alpungsbeiträge ausgerichtet. Für die Folgejahre sollte es eine Lösung geben. Da diese Regelung über einen Staatsvertrag erreicht werden muss, ist schwierig abzuschätzen, wann und in welcher Form eine Lösung gefunden werden kann.
  • Welcher Betrieb erhält den Alpungsbeitrag?

    Der letzte Betrieb, bei dem die Tiere angemeldet waren, bevor sie auf den Sömmerungsbetrieb wechselten. Die Zeitdauer spielt keine Rolle, ein Tag genügt, der letzte Betrieb erhält die Alpungsbeiträge und die GVE während der Sömmerungszeit zugerechnet.
    Eine Anmeldung explizit für die Alpungsbeiträge ist nicht nötig, diese werden dem direktzahlungsberechtigten Betrieb aufgrund der Tiergeschichte in der TVD bzw. die Tiermeldung am Stichtag automatisch berechnet. Der Alpungsbeitrag wird für die im Vorjahr gesömmerten Tiere ausgerichtet.
    Folgende Grafik gibt einen Überblick:


  • Neu gibt es einen Alpungsbeitrag. Wer bekommt diesen?

    Der Alpungsbeitrag soll ein Anreiz bieten, die Tiere in die Sömmerung zu geben und beträgt 370 Fr. pro Normalstoss. Ein Normalstoss ist eine Raufutterverzehrer-Grossvieheinheit (RGVE), die während 100 Tagen gesömmert wird. Der Alpungsbeitrag wird an den Betrieb ausgerichtet, bei dem das Tier zuletzt bei der TVD angemeldet war, bevor das Tier beim Sömmerungsbetrieb angemeldet wurde. Beitragsberechtigt sind Tiere der Rinder- und der Pferdegattung sowie Schafe, Ziegen, Lamas und Alpakas.
  • Beim Sömmerungsbeitrag gibt es eine Kategorie „gemolkene Tiere 56-100 Tage gesömmert“. Für diese Periode ist der Beitrag nicht nach Sömmerungstagen abgestuft. Gilt dies auch für den Alpungsbeitrag?

    Nein, der Alpungsbeitrag von 370 Fr. wird für alle raufutterverzehrenden Nutztiere ausser Bisons und Hirsche pro Normalstoss ausgerichtet. Ein Normalstoss ist ein RGVE (Raufutterverzehrer-Grossvieheinheit), die während 100 Tagen gesömmert wurde. Der Alpungsbeitrag für eine Kuh, die nur während 70 Tagen gesömmert wird, fällt tiefer aus. Er beträgt in diesem Fall 259 Fr. (370 Fr. /100 Tage*70 Tage).
  • Ist es richtig, dass die Steillagenbeiträge erst im 2017 ausbezahlt werden?

    Nein, der Steillagenbeitrag wird bereits ab dem Jahr 2014 ausgerichtet.
    Die Hangbeiträge für Flächen mit mehr als 50% Neigung und die Hangbeiträge in der Talzone werden erst ab 2017 eingeführt, weil einige Kantone die GIS-Erfassung erst auf diesen Zeitpunkt abschliessen können.
  • Werden Hangbeiträge und Steillagenbeiträge auch für Weiden ausgerichtet?

    Nein, für Flächen mit dem Typ Weiden gibt es keine Hang- und Steillagenbeiträge.
  • Werden für die Berechnung des Anteiles der Steillagen die Weiden auch einbezogen?

    Die Berechnung für den Anteil Steillagen am Betrieb lautet: Für Hangbeiträge berechtigte Flächen mit mehr als 35% Neigung in Prozent der beitragsberechtigten Landwirtschaftlichen Nutzfläche des Betriebes inkl. Weiden.


    Das BLW stellt eine Excel-Tabelle zur Verfügung für die Berechnung des Steillagenbeitrags:
    Opens external link in new windowDownload der Excel-Tabelle.
  • Was sind die Anforderungen für die Steillagenbeiträge?

    Die Steillagenbeiträge werden im Jahr 2014 eingeführt und zusätzlich zu den Hangbeiträgen ausgerichtet. Die Voraussetzung ist, dass der Betrieb gemessen an der Landwirtschaftlichen Nutzfläche mehr als 30% Flächen mit über 35% Neigung hat. Dabei zählen zur Landwirtschaftlichen Nutzfläche auch die Weiden, zu den Flächen mit über 35% Neigung jedoch nur die zu Hangbeiträgen berechtigten Flächen mit mehr als 35% Neigung.
  • Der Alpungsbeitrag für Heimbetriebe ist neu. Für welche Tiere wird dieser ausbezahlt und gilt dieser auch für im Ausland gealpte Tiere?

    Der Alpungsbeitrag wird an die Heimbetriebe, welche die Tiere auf die Alp geben, ausbezahlt. Er wird pro Normalstoss für die auf anerkannten Sömmerungs- und Gemeinschaftsweidebetrieben gealpten raufutterverzehrenden Nutztiere ausgerichtet. Ausgenommen davon sind Bisons und Hirsche. Ein Normalstoss entspricht der Sömmerung einer Grossvieheinheit während 100 Tagen. Für die im Ausland gealpten Tiere werden keine Beiträge ausgerichtet.
  • Ich bin 67jährig und bewirtschafte einen kleinen Sömmerungsbetrieb. Erhalte ich auch mit der neuen Agrarpolitik Beiträge?

    Bewirtschafter von Sömmerungs- und Gemeinschaftsweidebetrieben erhalten Beiträge, wenn sie den Betrieb auf eigene Rechnung führen und ihren zivilrechtlichen Wohnsitz in der Schweiz haben. Als Bewirtschafter gelten natürliche und juristische Personen sowie öffentlich-rechtliche Körperschaften.  Das Alter des Bewirtschafters spielt in diesem Fall keine Rolle. Ebenso gelten die anderen Eintretenskriterien für den Bezug von Direktzahlungen nicht.

Biodiversitätsbeiträge

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  • Ich will Beiträge der Qualitätsstufe II anmelden. Wo und bis wann muss ich mich anmelden?

    Die Anmeldung für Biodiversitätsbeiträge der Qualitätsstufe II (bisher ÖQV-Qualität genannt) muss anlässlich der Strukturdatenerhebung im Februar (16.-28. Feb. 2015) über das Agriportal gemacht werden. Die Anforderungen finden Sie auf http://www.landwirtschaft.sg.ch/home/vollzug/oeqv.html
    Nach der Anmeldung findet eine Eintrittskontrolle statt. Wenn die Fläche die Anforderungen erfüllt, wird ein achtjähriger Bewirtschaftungsvertrag abgeschlossen. Die Gebühr für die Eintrittskontrolle beträgt 120-240 Fr., je nach Art der angemeldeten Fläche. Die genauen Angaben entnehmen Sie bitte der Wegleitung zum Vollzug der Biodiversitätsbeiträge. Einmal während der achtjährigen Verpflichtungsdauer wird eine Folgekontrolle durchgeführt.

    Die verschiedenen Förder-Typen (Extensive Wiese, wenig intensiv genutzte Wiese, Streueflächen, Hecken, Ufer- und Feldgehölze, extensiv genutzte Weiden und Waldweiden und Rebflächen mit natürlicher Artenvielfalt, Hochstamm-Feldobstbäume) sind im Dokument Wegleitung zum Vollzug der Biodiversitätsbeiträge Qualität II im Kanton St. Gallen für das Jahr 2014 beschrieben.

    Weitere Merkblätter mit detaillierten Informationen zu den Anforderungen:
    Biodiversitätsförderung auf dem Landwirtschaftsbetrieb - Wegleitung
    Biodiversitätsförderung Qualitätsstufe II von Rebflächen mit natürlicher Artenvielfalt


  • Mit der AP 14-17 wurden Biodiversitätsbeiträge der Qualitätsstufe I und II eingeführt. Wo finde ich eine Übersicht?

    Eine Übersicht zu den Biodiversitätsbeiträgen finden Sie auf www.bff-spb.ch unter dem Link Biodiversitätsförderung auf dem Landwirtschaftsbetrieb – Wegleitung.
  • Ich möchte eine neue Fläche mit Qualität II anmelden (ehemals ÖQV-Qualität). Wie muss ich vorgehen?

    Wer beispielsweise eine extensive Wiese oder Weide mit Qualität II oder einen Obstgarten anmelden will, kann dies bei der Strukturdatenerhebung im Februar über das Agriportal anmelden. Die Merkblätter sind auf der Internetseite des Landwirtschaftsamtes unter http://www.landwirtschaft.sg.ch/home/vollzug/oeqv.html aufgeschaltet. Nach der Anmeldung einer Fläche oder eines Obstgartens für Beiträge der Qualitätsstufe II wird eine Eintrittskontrolle durch eine vom Landwirtschaftsamt bezeichnete Fachperson durchgeführt. Der genaue Ablauf, die Kosten der Eintrittskontrolle und die Beiträge sind in der Wegleitung für Flächen aufgeführt, die Sie auf der oben angegebenen Internetseite finden.
  • Wie viele Hochstammbäume sind bei einem Obstgarten mit Qualität (Qualitätsstufe II, bisher ÖQV-Qualität) mit der Zurechnungsfläche beitragsberechtigt?

    Für bestehende Verpflichtungen gelten die bisherigen Anforderungen bis zum Ende der Verpflichtungsdauer. Die Zurechnungsfläche musste bisher bis zum 200. Baum 0.5 Aren pro Baum betragen, ab dem 200. Baum war sie konstant 1 Hektare. Neu gilt ab dem 200. Baum 0.25 Aren Zurechnungsfläche pro Baum. Für 250 Hochstammbäume mit Qualität sind somit bei einer neuen Verpflichtung oder ab der neuen Verpflichtungsperiode 1.15 ha Zurechnungsfläche nötig.
  • Die Uferwiese entlang von Fliessgewässern ist ein neuer Biodiversitätsförderflächen-Typ. Was sind die Anforderungen?

    Die Uferwiese entlang von Fliessgewässern hat keinen Schnittzeitpunkt und darf nur gemäht werden. Weide ist bei günstigen Bodenverhältnissen zwischen dem 1. September und dem 30. November möglich. Die maximale Breite der Uferwiese ist 12 Meter. Dünger und Pflanzenschutzmittel dürfen nicht ausgebracht werden und Mulchen ist verboten. Der Beitrag beträgt 450 Fr. pro Hektare und Jahr.
  • Wann können Krautsäume zur Heckenfläche mit den hohen Beiträgen gezählt werden?

    Wenn die Anforderungen für die Qualitätsstufe II für die Hecke, Feld- oder Ufergehölze erfüllt sind, wird zusätzlich zum Grundbeitrag der zusätzliche Beitrag für die Qualitätsstufe II ausgerichtet. Die Anforderungen sind in der Direktzahlungsverordnung im Anhang 4 beschrieben.

Landschaftsqualitätsbeiträge

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  • Die Verpflichtungsdauer beträgt 8 Jahre, der Pachtvertrag nur 6 Jahre. Was ist zu beachten?

    Für Landschaftsqualitätsprojekte gilt eine Verpflichtungsdauer von 8 Jahren, wie auch für ab dem Jahr 2014 abgeschlossene oder verlängerte Vernetzungsprojekte. Diese Periode stimmt nicht mit der Pachtdauer von Grundstücken überein, die nach Landwirtschaftlichem Pachtgesetz 6 Jahre beträgt. Daher hat das Bundesamt für Landwirtschaft in der Direktzahlungsverordnung, Artikel 105 Absatz 4, festgehalten, dass die Kantone keine Beiträge kürzen oder verweigern dürfen, wenn die Verpflichtungsdauer aufgrund von Pachtlandverlust nicht eingehalten werden kann.
  • Wie werden die Landschaftsqualitätsprojekte im Kanton St. Gallen umgesetzt?

    Damit Landschaftsqualitätsbeiträge ausgerichtet werden können, muss ein Projekt erarbeitet werden. Der Kanton St. Gallen und der Bauernverband setzen sich zum Ziel, mit etwa 10-15 Projekte das gesamte Kantonsgebiet abzudecken. Zur Erarbeitung des Projektes muss ein Bericht verfasst werden, in dem die Landschaft analysiert wird und eine Massnahmenliste erstellt wird. Die Landwirte im Projektgebiet können anschliessend von der Massnahmenliste Massnahmen auswählen, die sie auf Ihrem Betrieb anmelden und umsetzen wollen. Die Projektdauer beträgt 8 Jahre.

    Eine Präsentation mit einer Übersicht, wie die Projekte im Kanton St. Gallen umgesetzt werden, kann nachfolgend am Beispiel des Rheintals heruntergeladen werden: Präsentation Infoveranstaltung Landschaftsqualitätsprojekt Rheintal

    Das Landwirtschaftsamt hat unter folgendem Link alle Informationen zu den Landschaftsqualitätsbeiträge aufgeschaltet: http://www.landwirtschaft.sg.ch/home/vollzug/lqb.html

Produktionssystembeiträge

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  • Wie wird die Futterbilanz für die graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion bei Gemeinschaften gerechnet?

    Grundsätzlich ist die Futterbilanz einzelbetrieblich zu erfüllen. Betriebsgemeinschaften gelten als ein Betrieb, womit die Futterbilanz für die Gemeinschaft erstellt wird. In einer ÖLN-Gemeinschaft mit einer gemeinsamen Nährstoffbilanz muss eine gemeinsame Futterbilanz erstellt werden. Dies ist nur möglich, wenn sich alle an der ÖLN-Gemeinschaft beteiligten Betriebsleiter für die graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion (GMF) anmelden. Die Betriebsleiter haften dabei solidarisch. Die Futterbilanz muss einzelbetrieblich erstellt werden, falls sich nicht jeder an der ÖLN-Gemeinschaft beteiligte Betriebsleiter für das GMF-Programm anmeldet. Bei einer ÖLN-Gemeinschaft mit einem Betrieb im Talgebiet und einem im Berggebiet kann die Futterbilanz gemeinsam erstellt werden, allerdings müssen dann beide Betriebe die Anforderungen des Berggebiets erfüllen. Falls der Betrieb im Talgebiet damit nicht einverstanden ist, müssen getrennte Futterbilanzen erstellt werden. Dazu muss entweder die Nährstoffbilanz getrennt geführt werden oder die Betriebsleiter müssen sicherstellen, dass die Angaben in den getrennten Futterbilanzen mit der gemeinsamen Nährstoffbilanz übereinstimmen.

    In einer Betriebszweiggemeinschaft kann eine gemeinsame Futterbilanz erstellt werden, sofern sich jeder beteiligte Betriebsleiter für das GMF-Programm anmeldet. Die Betriebsleiter haften dabei solidarisch. Die Futterbilanz muss einzelbetrieblich erstellt werden, falls sich nicht jeder an der Betriebszweiggemeinschaft beteiligte Betriebsleiter für das GMF-Programm anmeldet.

    Es ist zu beachten, dass für das GMF-Programm der Mindesttierbesatz Voraussetzung ist. Falls dieser nicht erreicht wird, werden die Beiträge anteilmässig ausgerichtet. Zu den Möglichkeiten, den Mindesttierbesatz überbetrieblich zu erfüllen siehe entsprechende Frage unter der Rubrik Versorgungssicherheitsbeiträge.

    Bei spezifischen Fragen gibt das Landwirtschaftsamt (www.landwirtschaft.sg.ch / 058 229 34 90) gerne Auskunft.
  • Wie kann ich berechnen, ob ich das Programm graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion erfülle?

    Als Anforderung muss eine Grundfutterbilanz auf Basis der Suisse-Bilanz erstellt werden, die gewissen Kriterien genügen muss. Agridea stellt eine Excel-Tabelle zur Verfügung, mit der berechnet werden kann, ob der Betrieb die Anforderungen für die graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion erfüllt. Diese Excel-Tabelle heisst GMF-Tool und kann unter Opens external link in new windowhttp://www.focus-appa.ch/tools heruntergeladen werden.
  • Welche Futtermittel zählen als Grundfutter und welche als Ergänzungsfutter bei der graslandbasierten Milch- und Fleischproduktion?

    Als Anforderung für das freiwillige Programm graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion muss eine Futterbilanz erstellt werden und diese muss folgende in der Grafik aufgezeigte Kriterien erfüllen. Diese Kriterien sind unterschiedlich je nach Gebietszugehörigkeit (Tal- und Hügelzone / Bergzone) des Betriebes:




    Als Wiesen- und Weidefutter
    gilt das auf Weideflächen geweidete Futter und das Erntegut von Dauerwiesen und Kunstwiesen sowie das Erntegut von Zwischenkulturen zu Fütterungszwecken. Bei Zwischenkulturen sind maximal 25 Dezitonnen TS pro Hektare und Nutzung als Wiesenfutter anrechenbar.

    Als Grundfutter gelten folgende Futtermittel:
    Dauer- und Kunstwiesen/-weiden (frisch, siliert, getrocknet);
    Ganzpflanzenmais (frisch, siliert, getrocknet);
    Mischung aus Spindel und Körnern des Maiskolbens, Maiskolbenschrot und Maiskolbensilage ohne Lieschblätter (CornCobMix [CCM] nur für Rindviehmast, ansonsten wird CCM als Kraftfutter gewertet);
    Getreide-Ganzpflanzensilage;
    Futterrüben;
    Zuckerrüben;
    Zuckerrübenschnitzel (frisch, siliert, getrocknet);
    Rübenblätter;
    Chicorée-Wurzeln;
    Kartoffeln;
    Abgang aus der Obst- und Gemüseverwertung;
    Biertreber (frisch, siliert, getrocknet);
    verfüttertes Stroh

    Als Ergänzungsfutter gelten alle oben nicht aufgezählten Futtermittel und Futterkomponenten.

    Milchpulver und Sömmerung

    Die verfütterte Milch (auch Schotte oder Magermilch) bei der Kälberaufzucht oder -mast wird nicht in die Berechnung der Futterbilanz einbezogen. Dasselbe gilt für das Milchpulver, dieses wird ebenfalls nicht in die Berechnung miteinbezogen (Entscheid BLW März 2014). Die entsprechende Weisung in der Direktzahlungsverordnung gilt nicht.

    Das BLW hat ebenfalls entschieden (März 2014), dass auch das während der Sömmerungsdauer verzehrte Futter in der Futterbilanz berücksichtigt wird. Der Futterbilanz-Rechner von Agridea (GMF-Tool) wird entsprechend angepasst.
  • Zählt Luzerne auch zum Wiesen- und Weidefutter?

    Ja, die Luzerne gilt als Kunstwiesenfutter und zählt somit bei der Futterbilanz zum Wiesen- und Weidefutter. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Futter selbst angebaut oder zugekauft wird. Der Beitrag für die graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion wird aber nur für die eigene Grünfläche ausbezahlt.
  • Ich erreiche die Anforderungen für das Wiesen- und Weidefutter bei der graslandbasierten Milch- und Fleischproduktion knapp. Soll ich mich anmelden?

    Da im Übergangsjahr 2014 die Futterbilanz vom aktuellen Jahr für die Berechnung herangezogen wird, kann erst Anfang 2015 überprüft werden, ob die Anforderungen erfüllt wurden. Die erste Grundkontrolle für Betriebe, die graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion im Jahr 2014 anmelden, erfolgt bis Ende 2016. Sollte sich bei der Kontrolle zeigen, dass die Anforderungen nicht erfüllt wurden, so müssen die Beiträge zurück bezahlt werden und zusätzlich können die Direktzahlungen gekürzt werden. Es wird noch abgeklärt, welches Vorgehen empfohlen wird und über den St. Galler Bauer kommuniziert.
  • Welches Jahr gilt als Grundlage für die graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion?

    Die Futterbilanz basiert auf den Angaben in der Suisse-Bilanz. Somit gilt wie bei der Suisse-Bilanz als Referenzperiode das Kalenderjahr vom Vorjahr. Ausnahme: Das Jahr 2014 ist ein Übergangsjahr. Für dieses Jahr gelten die Daten des Beitragsjahres (Kalenderjahr). Eine Überprüfung, ob die Voraussetzungen eingehalten wurden, ist somit erst ab Anfang 2015 möglich. Für den Mindesttierbesatz gelten die gleichen Perioden wie bei den Versorgungssicherheitsbeiträgen.
  • Ich habe Flächen in der Tal- und Bergzone. Welche Grenze gilt bei der graslandbasierten Milch- und Fleischproduktion für das Wiesen- und Weidefutter?

    Es entscheidet die Gebietszugehörigkeit des Betriebes ob die Grenze von mindestens 75% Wiesen- und Weidefutter im Talgebiet oder von 85% Wiesen- und Weidefutter im Berggebiet gilt. Die Gebietszugehörigkeit ist auf der Direktzahlungsabrechnung aufgeführt. Anders ist es beim Mindesttierbesatz, dort gilt die Zonenzugehörigkeit der Parzelle.
  • Wird der Mindesttierbesatz für die graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion gleich berechnet wie beim Versorgungssicherheitsbeitrag?

    Nein, es gibt eine Differenz. Für die graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion wird auch die Kunstwiese für die Berechnung des Mindesttierbesatzes mitgerechnet. Die Ansätze des Mindesttierbesatzes sind gleich wie beim Dauergrünland: 1 RGVE/ha in der Talzone, 0.8 RGVE/ha in der Hügelzone, etc.
  • Für welche Tiere werden die Beiträge für die Graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion (GMF) ausbezahlt?

    Für die Erfüllung des GMF-Programms müssen die Raufutterverzehrer (Tiere der Rinder- und der Pferdegattung sowie Schafe, Ziegen, Bisons, Hirsche, Lamas und Alpakas) auf dem Betrieb die Kriterien gesamtbetrieblich erfüllen. Zur Überprüfung wird die Suisse-Bilanz verwendet. Ob die Kriterien auf dem eigenen Betrieb erfüllt werden, kann mit dem Excel-Programm von Agridea überprüft werden. Dieses kann auf Opens external link in new windowwww.focus-appa.ch unter Tools heruntergeladen werden.

Ressourceneffizienzbeiträge

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  • Wie ist der Unterschied zwischen Direkt- und Streifenfrässaat definiert?

    Die Art der schonenden Bodenbearbeitung wird mit einer Formel berechnet.
    Das Bundesamt für Landwirtschaft gibt die Berechnung vor.

    Für Direktsaat darf maximal 25% der Bodenoberfläche bearbeitet werden.

    Für Streifenfrässaat darf 25.1 bis 50% der Bodenoberfläche bearbeitet werden.

    Die exakte Berechnungsmethode vom BLW ist als pdf verfügbar.
  • Unterblattspritztechnik und driftreduzierende Spritzgeräte werden gefördert. Was muss ich beachten?

    Für die Neuanschaffung von driftreduzierenden Spritzgeräten und Unterblattspritztechnik (Dropleg) zur Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln wird ein eimaliger Beitrag pro Gerät ausgerichtet. Eine Aufrüstung gilt ebenfalls als Neuanschaffung.

    Unterstützte Technik
    Welche Technik mit Beiträgen unterstützt wird, erläutert das Agridea-Merkblatt "Präzise Applikationstechnik".

    Anwendungshinweise und Vor- und Nachteile der Unterblattspritztechnik
    Anwendungshinweise für die Unterblattspritztechnik in Reihenkulturen finden Sie in der Publikation von Agroscope "Dropleg - Applikationstechnik für zielgerichteten Pflanzenschutz in Reihenkulturen". Im Dossier des Schweizer Bauer vom 15. März 2014 sind die Vor- und Nachteile erläutert.

    Beitragsgesuch
    Im Kanton St. Gallen muss ein Gesuch zusammen mit der Rechnung beim Landwirtschaftsamt eingereicht werden. Beitragsgesuche, die bis zum 31. August eingereicht werden, bezahlt der Kanton mit den Direktzahlungen des aktuellen Jahres aus.

    Weitere Publikationen zur Pflanzenschutztechnik
    Eine Sammlung aller Publikationen der Forschungsanstalt Agroscope zur Pflanzenschutztechnik finden Sie hier: http://www.agroscope.ch/gemuesebau/00913/00933/03209/index.html?lang=de
  • Welche Fläche muss angegeben werden beim Güllen mit Schleppschlauch?

    Die Düngung mit dem Schleppschlauch muss im Wiesenjournal gemäss dem Merkblatt, welches das Landwirtschaftsamt mit den Unterlagen für das Direktzahlungsgesuch allen Bewirtschaftern zugesendet hat, aufgezeichnet werden. Dabei muss bei jeder Gabe die auf der Parzelle mit dem Schleppschlauch gedüngte Fläche angegeben werden. Dies darf nur die effektiv gedüngte Fläche umfassen. Das heisst maximal die düngbare Fläche auf der Parzelle. Falls auf der Parzelle ein Pufferstreifen, z.B. ein Waldrand, besteht, so muss dieser bei der Angabe der mit dem Schleppschlauch gedüngten Fläche von der düngbaren Fläche der Parzelle abgezogen werden.

    Bei der Augusterhebung, bei der auch die Anmeldung für die Direktzahlungen im Folgejahr gemacht werden muss, muss die mit dem Schleppschlauch gedüngte Fläche unter www.agriportal.sg.ch eingetragen werden, damit die Beiträge berechnet werden können. Das Landwirtschaftsamt informiert dazu die Betriebe jeweils schriftlich.
  • Was sind die Anforderungen für die Beiträge für schonende Bodenbearbeitung und den Zusatzbeitrag Herbizidverzicht?

    Bei den Ressourceneffizienzbeiträgen gibt es die Kategorie Beitrag für schonende Bodenbearbeitung. Als schonende Bodenbearbeitung gelten die:

    a. Direktsaat, wenn höchstens 25 Prozent der Bodenoberfläche während der Saat bewegt werden;
    b. Streifenfrässaat und Strip-Till (Streifensaat), wenn höchstens 50 Prozent der Bodenoberfläche vor oder während der Saat bearbeitet werden;
    c. Mulchsaat, wenn eine höchstens 10 cm tiefe, pfluglose Bearbeitung des Bodens erfolgt.

    Keine Beiträge werden ausgerichtet für das Anlegen von Kunstwiesen mit Mulchsaat; Gründüngungen und Zwischenkulturen; Weizen oder Triticale nach Mais.

    Zur Verminderung von Risiken durch Krankheiten, Unkräuter und Schädlinge sind vorsorgliche Massnahmen wie angepasste Fruchtfolgen, geeignete Sorten und das Mulchen von Ernterückständen auf dem Feld zu treffen.

    Von der Ernte der vorangehenden Hauptkultur bis zur Ernte der beitragsberechtigten Hauptkultur darf der Pflug nicht eingesetzt werden und der Glyphosateinsatz darf 1.5 kg Wirkstoff pro Hektare nicht überschreiten.

    Die Beiträge betragen pro Hektare und Jahr:
    für die Direktsaat            250 Fr.
    für die Streifensaat         200 Fr.
    für die Mulchsaat            150 Fr.
    Die Beiträge werden längstens bis Ende 2019 ausgerichtet.


    Der Zusatzbeitrag für den Verzicht von Herbizid ist nur für Flächen möglich, die Beiträge für die schonende Bodenbearbeitung erhalten. Die Anforderung ist, dass ab der Ernte der vorangehenden Hauptkultur bis zur Ernte der beitragsberechtigten Hauptkultur auf den Einsatz von Herbiziden verzichtet wird. Der Beitrag beträgt 400 Fr./ha. Beim Einsatz des Pflugs gibt es beim Herbizidverzicht eine Ausnahme: Es darf gepflügt werden, jedoch maximal 10 cm tief.
    Eine grafische Übersicht gibt folgende Abbildung des Bundesamtes für Landwirtschaft:
    Ein pdf mit diesen Darstellungen kann hier heruntergeladen werden.


  • Wird der Abzug von 3kg verfügbarem Stickstoff in der Suisse-Bilanz für den Einsatz von emissionsmindernden Ausbringverfahren wie Schleppschlauch auch vorgenommen, wenn ich keine Beiträge für den Einsatz beziehe?

    Der Abzug gilt pro Hektare und Gabe und wird nur abgerechnet, wenn sich der Betrieb beim Ressourcenprogramm beteiligt und eine Fläche im entsprechenden Formular als mit dem Schleppschlauch gedüngt meldet.

Übergangsbeiträge

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  • Hat es Auswirkungen auf den Übergangsbeitrag, wenn ich den Tierbestand oder die Flächen stark reduziere?

    Ja, bei einer Reduktion der Standardarbeitskräfte (SAK) von mehr als 50% wird der Übergangsbeitrag im gleichen Umfang reduziert. Als Grundlage gelten die SAK des Jahres, das für die Berechnung des Basiswertes verwendet wurde (Jahr mit den höchsten Allgemeinen Direktzahlungen zwischen 2011 und 2013).
  • Was passiert mit dem Übergangsbeitrag bei einem Zusammenschluss zur Betriebsgemeinschaft?

    Die Basiswerte der beteiligten Betriebe werden zusammengerechnet.
  • Wie kann ich eine detaillierte Berechnung des Übergangsbeitrags für meinen Betrieb erstellen?

    Agridea hat auf Opens external link in new windowwww.focus-appa.ch unter Tools das Excel-Tool Dirzahl aufgeschaltet. Mit diesem können die Direktzahlungsbeiträge für den eigenen Betrieb gerechnet werden. Der Basiswert des Übergangsbeitrags kann damit berechnet werden. Die exakte Auszahlungssumme kann allerdings nur geschätzt werden, weil der Faktor erst im Dezember 2014 vom Bundesamt für Landwirtschaft berechnet werden kann.
  • Wie wird der Übergangsbeitrag berechnet?

    Für die Berechnung des Übergangsbeitrags werden die Strukturen (Flächen und Tiere) mit den höchsten Allgemeinen Direktzahlungen zwischen den Jahren 2011 und 2013 herangezogen.
    Beispiel:
    Im Jahr 2011 hat der Betrieb die höchsten allgemeinen Direktzahlungen (=Allg. Flächenbeitrag, Zusatzbeitrag Ackerbau und Dauerkulturen, Hangbeiträge, RGVE- und TEP-Beiträge)

    Berechnung Übergangsbeitrag:
    Allgemeine Direktzahlungen 2011
    abzüglich
    Versorgungssicherheits- und Kulturlandschaftsbeiträge nach neuer Direktzahlungsverordnung mit Strukturen 2011 ohne die Sömmerungs- und Einzelkulturbeiträge. Der Mindesttierbesatz wird nicht berücksichtigt, das heisst, auch wenn dieser nicht erfüllt ist, werden die vollen Versorgungssicherheitsbeiträge berechnet.
    ergibt den Basiswert für die Berechnung des Übergangsbeitrags

    Der Übergangsbeitrag errechnet sich dann aus dem Basiswert multipliziert mit einem Faktor.
    Der im Jahr 2014 ausbezahlte Übergangsbeitrag kann erst im Dezember 2014 genau beziffert werden, weil der Faktor erst dann vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) festgelegt wird. Das BLW schätzt, dass der Faktor für das Jahr 2014 etwa bei 0.6 zu liegen kommt.
  • Ich kann für 2014 neu Land dazu pachten. Auf welcher Grundlage werden nun meine Übergangsbeiträge berechnet?

    Für die Berechnung des Übergangsbeitrags werden die Strukturen des Jahres zwischen 2011 und 2013 mit den höchsten allgemeinen Direktzahlungen herangezogen. Ein Flächenzuwachs im Jahr 2014 hat somit keine Auswirkung auf den Übergangsbeitrag. Folgende Ausnahmen gelten:
    Übernimmt ein Bewirtschafter eines Betriebs Teile eines anderen Betriebes, so wird der Übergangsbeitrag aufgrund des bisherigen Basiswertes des eigenen Betriebes berechnet. Übernimmt der Bewirtschafter eines Betriebes einen zusätzlichen Betrieb, so wird der Übergangsbeitrag aufgrund des höheren der beiden Basiswerte berechnet. Bei einer Fusion oder Betriebsgemeinschaft werden die Basiswerte der Betriebe zusammengezählt, sofern beide BewirtschafterInnen weiterhin auf dem Betrieb tätig sind.